Jubiläumskonzert 2012

Festliche und Flotte Klänge

Stadtmusik Müllheim feiert 200. Geburtstag mit Konzert in der Martinskirche.

BZ vom 17. Mai 2012

Müllheim. Mit festlichen Klängen des eigens für das Jubiläum gegründeten Bläserensembles begann das Jubiläumskonzert der Stadtmusik Müllheim in der Martinskirche. Es folgte ein unterhaltsamer Abend mit einem abwechslungsreichen musikalischen Programm, sowohl des glänzend aufgelegten Jugendorchesters als auch des Hauptorchesters mit dem neuen Dirigenten Franco Coali.

Zu Beginn hieß Vorsitzender Manfred Klenk die zahlreichen Gäste willkommen, darunter Bürgermeisterin Astrid Siemes-Knoblich, der Leiter der städtischen Musikschule Albrecht Haaf sowie Gabriele Volk-Dittus vom Markgräfler Musikverband. Das Jubiläumskonzert anlässlich des 200-jährigen Bestehens sei für alle Mitglieder des Vereins ein besonderer Höhepunkt im Vereinsjahr, betonte Klenk. Es sei eine kluge Entscheidung des Stadtrates gewesen im Jahr 1812 eine Stadtmusik zu gründen und Instrumente zu kaufen, stellte die Bürgermeisterin in ihrem Grußwort fest. Das Gründungsjahr sei kein ruhiges Jahr gewesen, aber auch 2012 sei die Welt nicht ruhiger geworden, wenngleich in Europa friedlicher, sagte Siemes-Knoblich. „Viele klagen über die Beschleunigung des Alltags und suchen Entschleunigung und Entspannung. Hier kommt Musik und insbesondere die Stadtmusik ins Spiel“, verwies sie auf die Bedeutung des Vereins in der Gegenwart. Den Ersten Teil des Jubiläumskonzerts bestritt das Jugendorchester unter der Leitung von Martin Holschuh. Dem festlichen Stück “„Jubiloso”“ von Stephen Bulla folgten „”My first Blues“” vonJohn Emerson Blackstone, der flotte „”Riverside Rag”“ von Mark Williams und „”St. Louis Blues”“ von W.C. Handy. Dass bei der Stadtmusik Jung und Alt auch gemeinsame Sache machen können, bewies das Jugendorchester mit seiner gemeinsam mit dem Hauptorchester gespielten Zugabe „”Putin’ on the Ritz”“. Einen musikalischen Ausflug ins Ledrotal in den italienischen Alpen unternahm das Hauptorchester mit der „”Alpina Fanfare”“ von Franco Cesarini sowie dem Stück „”La Citadella”“ von Kees Vlak. Anschließend begeisterte das Orchester mit dem Tango “„Oblivion”“ von Astor Piazzolla. Hier glänzte vor allem die erst 13-jährige Solistin Katharina Waibel mit der Oboe. Fetzig und modern ging es weiter mit den Filmmelodien „”Gonna fly now“” (Rocky) und „”Pirates of the Caribbean”“ (Fluch der Karibik). Für Stimmung sorgte zum Abschluss der flotte Marsch „”Die Regimentskinder“” von Julius Fucik, bei dem die Zuhörer begeistert mitklatschten. Zum Finale hatten sich die Musiker etwas ganz besonderes ausgedacht. Nach den anstehenden Ehrungen verstärkten zahlreiche ehemalige Blasmusiker das Orchester für die Zugabe: “z’Mülle an der Post”.